Künstliche Kniegelenke

In den vergangenen Jahren hat sich viel in der Weiterentwicklung künstlicher Kniegelenke getan: die Beugefähigkeit und Abriebfestigkeit der Modelle wurde verbessert sowie der Knochenverlust beim Einsetzen der künstlichen Gelenke verringert.

Folgende Verfahren kommen bei Kniegelenksschäden in unserem Zentrum zum Einsatz:

  • Monocondyläre Schlittenprothese
  • Bikompartimentale Prothese
  • Bicondylärer Oberflächenersatz
  • Achsgeführte Endoprothesen

Ist nur ein Bereich Ihres Kniegelenkes geschädigt (meistens der innere), kann eine sogenannte Schlittenprothese (Teilprothese) eingebracht werden. Sind zwei Komponenten des Kniegelenks betroffen, kann eine Bikompartimentale Prothese zum Einsatz kommen. Sind alle Kniegelenksanteile betroffen, wird in aller Regel eine Oberflächenersatzprothese implaniert. Je nach Knochenqualität und Alter des Patienten kann die Prothese zementiert oder unzementiert eingebracht werden.

 

Moderne Schmerztherapie nach der OP

Mit moderner Schmerztherapie können die postoperativen Schmerzen wesentlich vermindert werden. Sehr häufig kommen bei uns nach Absprache mit den Patienten neben Tabletten und Tropfen sogenannte Plexuskatheter zum Einsatz. Dieses Verfahren wenden wir in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie an. Meist sind die Plexuskatheter an eine patientenkontrollierte Schmerztherapie gekoppelt. Das heißt, dass der Patient automatisch über eine Pumpe einen Grundbedarf an Schmerzmitteln erhält, selber aber über Knopfdruck die Schmerztherapie in bestimmten Situationen steigern kann, wobei eine Überdosierung durch entsprechende Programmierung der Pumpe ausgeschlossen wird. Bei ausgewählten Eingriffen lässt sich so ein schnelleres „Wieder-auf-die-Beine-kommen“ des Patienten erreichen bei vergleichsweise geringen Nebenwirkungen. Hierbei können gelegentlich Nebenwirkungen auftreten: Taubheitsgefühl im betäubten Bereich, zeitweise Unfähigkeit den Bereich der Betäubung willkürlich zu bewegen sowie milde Kreislaufreaktionen.
Diese Methode wird von unseren Patienten sehr gut bewertet und von uns deshalb auch häufig empfohlen.