Die Hospiz-Idee

Vom lateinischen hospitum - Herberge - leitet sich der Name der modernen Hospizbewegung ab. Diese will Herberge sein für sterbens-kranke Menschen. 95 % der Bevölkerung äußern den Wunsch, zu Hause sterben zu wollen - tatsächlich sterben um die 70 % in Institutionen des Gesundheitswesens wie Krankenhäusern und Pflegeheimen. Das will die Hospizbewegung ändern und so eine neue Kultur von Sterben und Leben fördern.

 

Ziel ist: Das Leiden Sterbenskranker zu lindern, ihnen das Verbleiben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen und auch den Angehörigen beizustehen.

 

Hospizarbeit ist Sterbebegleitung durch befähigte ehrenamtliche Hospizhelfer und Hospizhelferinnen. Sie stehen gemeinsam mit Medizinern, Pflegekräften, Sozialarbeitern und Theologen sterbens-kranken Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt zur Seite.

Die Schwerpunkte der Hospizarbeit

Psycho-soziale Begleitung
Sie umfasst den emotionalen Beistand der Sterbenden und ihrer Angehörigen. Sie hilft bei der Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Tod. Sie unterstützt alle Betroffenen bei der Bewältigung unerledigter Probleme.

Spiritueller Beistand
Er öffnet sich dem natürlichen Bedürfnis von Sterbenden, Fragen nach dem Sinn von Leben, Tod und Sterben und dem Danach zu stellen. In der Auseinandersetzung mit diesen letzten Fragen soll niemand alleine bleiben müssen.

Verbesserung der Lebensqualität
Am Ende seines Lebens soll ein Mensch nicht unter unerträglichen Schmerzen leiden müssen. Ganzheitliche Leidenslinderung durch die modernen Verfahren der Palliativmedizin hat damit höchste Priorität für würdig gelebte letzte Tage. Palliative Versorgung ist daher Bestandteil einer umfassend verstandenen Hospizarbeit. Die Verbesserung der Lebensqualität erfolgt somit durch das multidisziplinäre Zusammenwirken von Pflegekräften, Ärzten, Sozialarbeitern, Theologen und Hospizhelfern.

Hospiz »Mutter der Barmherzigkeit« 

Das Hospiz "Mutter der Barmherzigkeit" ist der Ausgangspunkt der Hospizarbeit der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul, Paderborn.

Seit 1992 finden hier bis zu sieben Schwerstkranke, die an der Schwelle des Lebens stehen, ein Zuhause. Betreut werden die "Gäste" des Hospizes von elf festangestellten Mitarbeiterinnen und einigen ehrenamtlichen Mitgliedern der Hospizbewegung. Von dem stationären Hospiz ausgehend bauen die Ordensschwestern die ambulante Zusammenarbeit mit allen sozialen Einrichtungen. Sie machen Mut, damit Menschen Sterbenden die Hand reichen, die Hilfsbereitschaft von Nachbarn wecken. Ziel ist es, möglichst vielen Sterbenden und ihren Angehörigen eine christlich orientierte und menschenwürdige Begleitung in den letzten Tagen und Stunden zu geben.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter:

http://www.hospiz-paderborn.de/