Logopädie

Das Team der Logopädie besteht zur Zeit aus drei LogopädInnen. Sie stehen montags bis freitags der Klinik für Neurologie zur Verfügung und sind zum Teil auch für andere Fachbereiche abrufbar. Die Stroke Unit wird an sieben Tagen die Woche betreut.

Schluckstörungen
Statistisch gesehen hat jeder 2. Schlaganfallpatient in der akuten Phase eine Schluckstörung.
Da die Patienten aber auf Medikamente angewiesen sind, führen die Logopäden schon kurz nach der Aufnahme ein standardisiertes Schluckscreening durch, um eine evtl. Aspirationsgefahr (Gefahr sich zu  Verschlucken) zu vermeiden. Bei Hochrisikopatienten besteht die Möglichkeit eines bildgebenen Verfahrens (Videofluoroskopie). Das ist eine Untersuchung, die zusammen mit einem Radiologen in der radiologischen Abteilung durchgeführt wird. Dabei werden dem Patienten unter der Durchleuchtungseinheit unterschiedliche Konsistenzen gereicht und die Ergebnisse dann ausgewertet. Wichtigstes Ziel in diesem Therapiebereich ist der Ausschluss von Aspirationspneumonien (Lungenentzündungen durch Verschlucken) und der sichere Nahrungsaufbau mit angepassten Speisekonsistenzen.

Sprachstörungen
Bei einem Schlaganfall kann es zu Sprachstörungen unterschiedlichster Ausprägung kommen. Diese äußern sich von leichten Wortfindungsproblemen bis zu komplettem Sprachverlust. Hier wird mit dem Patienten schon im frühen Stadium an der Verbesserung der Sprachproduktion und des Sprachverständnisses, bzw. an sprachlichen Kompensations(Ersetzens)strategie durch entsprechende Übungen gearbeitet.

Sprechstörungen
Außerdem kann das Sprechen durch die neurologische Beeinträchtigung der Artikulkationsorgane gestört sein. Häufig tritt dann eine verwaschene Artikulation auf, die die Kommunikationsfähigkeit deutlich beeinträchtigen kann. Dann werden mund- und zungenmotorische Übungen angeleitet und durch Sprechübungen die Verständlichkeit wieder verbessert.

Gesichtslähmungen
So wie nach einem Schlaganfall oft eine Körperhälfte komplett oder inkomplett gelähmt sein kann, kann sich dies auch auf die Muskulatur des Gesichts auswirken. Es kommt zu einer halbseitigen Gesichtslähmung oder einer isolierten Schwäche eines Mundwinkels. Als Folge tritt gelegentlich Speichel und/oder Nahrung aus dem Mund aus, und die Deutlichkeit beim Sprechen kann herabgesetzt sein. Hier versuchen die Logopäden, durch stimulierende Therapieverfahren mit beispielsweise Eis oder Massagegeräten die Funktion der betroffenen Nerven und Muskeln wiederherzustellen.