Spezialstation für neuroimmunologische Erkrankungen (insbesondere Multiple Sklerose)

Unsere Neurologische Klinik ist als MS-Schwerpunktzentrum von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (dmsg) ausgewiesen. Wir behandeln jährlich 400 Patienten stationär sowie 1200 Patienten ambulant. Damit zählt unsere Klinik zu den größten Zentren dieser Art. 

In unserer Neuroimmunologischen Ambulanz betreuen wir Patienten mit Multipler Sklerose aller Verlaufsformen sowie Myasthenia gravis. Wir bieten sämtliche therapeutischen (Basis- und Eskalationstherapien) und diagnostischen Möglichkeiten an: 

  • Einleitung und Fortführung von Behand¬lungen, die das Immunsystem modulie¬ren oder supprimieren: Glatirameracetat, Interferone, Dimethylfumarat, Teriflunomid, Ozanimod, Fingolimod, Siponimod, Cladribin, Natalizumab, Ocrelizumab, Ofatumumab, Alemtuzumab, Eculizumab
  • Schulung durch spezialisierte MS-Pflegefachkräfte in verschiedene Injektionstechniken von Medikamenten
  • Testung der neurologischen Funktionen mittels objektiver Messung MSFC 
  • Informationen zu Therapiemonitoring/ Laborparameter
  • Durchführung und Überwachung von verschiedensten Infusionsbehandlungen (Natalizumab, Ocrelizumab, Alemtuzumab, Eculizumab)
  • Überprüfung der Diagnose
  • Empfehlung und Zweitmeinung zur Einleitung, Umstellung sowie Beendigung immunmodulierender oder immunsuppressiver Therapien
  • Abgrenzung der Diagnose Multiple Sklerose von anderen neuroimmunologischen Erkrankungen wie bspw. NMOSD 

MS-Schwerpunktzentrum 

Die hohe fachliche Qualifikation unseres Behandlungsteams liegt uns sehr am Herzen. Wir freuen uns daher ganz besonders über die Auszeichnung des dmsg-Gütesiegels als MS-Schwerpunktzentrum. Es steht für eine qualitativ hochwertige, von Leitlinien gestützte Behandlung durch auf MS spezialisierte Neurologen und MS-Pflegefachkräfte. Durch die Dokumentation für das Deutsche MS-Register leisten wir zudem einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Situation MS-Erkrankter in Deutschland

Nachsorge

Selbsthilfegruppe

In der Klinik finden regelmäßig Sprechstunden der MS-Selbsthilfegruppe statt, in denen sich Patienten unverbindlich aus der Sicht von Betroffenen über die Erkrankung informieren können.

MS-Sportgruppe

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Sport ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie MS sein kann. Symptome wie Lähmungen, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen können durch Sport positiv beeinflusst werden. Sport ist damit auch ein wesentlicher Bestandteil der medizinischen Rehabilitation. Mit Hilfe des Sports sollen Ausdauer und Kraft, Koordination und Flexibilität wieder gestärkt und körperliche Behinderung vermindert werden.
Reha-Sport wird ärztlich verordnet, die Kosten werden nach Genehmigung des Antrages von der Krankenkasse getragen. Im Jahr 2014 gegründete die Gruppe „Ahorn-Panther“ eine Sportgruppe für MS-Betroffene, die von Prof. Dr. Postert und der Klinik für Neurologie des St. Vincenz-Krankenhauses unterstützt wird. Die Gruppe trifft sich dienstags von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr und donnerstags von 9.00 Uhr bis 10.00 Uhr sowie donnerstags von 17.15 Uhr bis 18.00 Uhr im Ahorn-Sportpark. Unverbindliche Schnupperstunden sind zu diesen Terminen ohne Voranmeldung möglich. Nähere Infos finden Sie hier


MS-Fachschwestern

Als spezialisierte MS-Fachschwester stehen zur Verfügung:

von links: Gabriele Drogies, Nicole Rüssel und Astrid Hiller