Fast Track-Konzept

Welche Operationen werden bei Ihnen im Zusammenhang mit dem Fast Track-Konzept angeboten?

Das Fast Track-Konzept bezieht sich grundsätzlich auf alle Bauchoperationen. Im engeren Sinne aber besonders auf alle Darm – Op’s und hier vor allem auf Dickdarm und Mastdarm. Es gilt also: Fast Track wird bei allen Operationen berücksichtigt.

Ab welchem Alter der Patienten wird die Anwendung des Fast Track-Konzeptes besonders wichtig?

Bei der Anwendung des Fast Track-Konzeptes gibt es keine Altersgrenze. Fast Track ist in jedem Alter wichtig und interessant. Allerdings lässt sich das Konzept beim alten Patienten (eingeschränkte Mobilität etc.) häufiger nur in der dafür dann angepassten Form realisieren.

Gibt es im St. Vincenz-Krankenhaus noch weitere Maßnahmen gegen Verwirrtheit nach Operationen?

Weitere Maßnahmen sind beispielsweise die Zuwendung durch die Ärzte und Pflegekräfte und die Ermunterung durch Angehörige, die die Patienten möglichst umfassend begleiten. Treten Probleme auf, zum Beispiel organischer, psychischer oder psychiatrischer Art, wird eine entsprechende spezifische Therapie angewandt.

Warum kommt das Fast Track-Konzept nicht bei allen Patienten zur Anwendung?

Das Fast Track-Konzept sollte möglichst bei allen Patienten nach komplexen Operationsverfahren zur Anwendung kommen. Bei kleinen Eingriffen und ambulanten Operationen können viele Aspekte des Fast-Track-Konzeptes ebenfalls Anwendung finden. Ansonsten wurde das Fast Track-Konzept für Patienten mit Darm-Operationen entwickelt und ist dafür am bekanntesten. Auch andere Disziplinen (Unfallchirurgie oder  Gefäßchirurgie, z. B. bei der offen-chirurgischen Bauchaorten-Operation) adaptieren dieses Konzept zunehmend.
Grundsätzlich lässt sich sagen: je „kleiner“ die Operation ist, desto weniger relevant wird das Fast Track Konzept, was seine umfassende Anwendung anlangt. Dies hängt damit zusammen, dass z. B. der Verdauungstrakt nicht oder nur eingeschränkt tangiert wurde oder beispielsweise die Mobilität des Patienten durch die Operation kaum eingeschränkt ist. In jedem Falle wichtig ist aber eine gute und umfassende Information und Aufklärung des Patienten darüber, was wann und auf welche Weise mit ihm passiert.