Digitale Patientenveranstaltung des St. Vincenz-Krankenhauses

Chefarzt Prof. Dr. Götte informiert: Herzinfarkte während der Corona-Pandemie

In Deutschland sterben pro Jahr 350.000 Menschen an Herz- und Gefäßerkrankungen – das hat sich auch während der Corona-Pandemie nicht geändert. Aktuell beobachten viele Mediziner, dass deutlich weniger Menschen mit Herzinfarkten oder schweren Herzproblemen aus Angst vor dem Virus nicht rechtzeitig den Notruf wählen oder ein Krankenhaus aufsuchen.

Prof. Dr. Andreas Götte, Chefarzt der Medizinischen Klinik II

Prof. Dr. Andreas Götte, Chefarzt der Medizinischen Klinik II des St. Vincenz-Krankenhauses, informiert daher am Donnerstag, 22. April, um 18 Uhr, in einem virtuellen Patientenvortrag über das Thema „Herzinfarkte während der Corona-Pandemie: Virus versus Kollateralschaden?“ 

„Im vergangenen Jahr verzeichnete das St. Vincenz-Krankenhaus deutlich weniger Patienten, die wegen eines Herzinfarktes versorgt werden mussten. Doch das heißt nicht, dass es auch wirklich weniger Infarkte gab. Im Gegenteil: Studien zur Folge hat die Sterblichkeit der Herzkranken sogar um 12 Prozent zugenommen. Corona hin oder her −  bei Anzeichen eines Herzinfarktes muss sofort die 112 gewählt werden“, mahnt der Herzspezialist. In seinem Vortrag geht er nicht nur auf die Diagnostik, Behandlungsoptionen und Vorsorgemöglichkeiten des Herzinfarktes ein, sondern gibt auch einen Überblick über aktuelle Studien und erklärt wie sich das Virus auf die Herzgesundheit niederschlägt. Zusätzlich steht Gerti Koch, ehrenamtlich Beauftragte der Deutschen Herzstiftung, für Fragen zur Verfügung.

Interessierte können sich über www.fragen-sie-vincenz.de zu dem kostenlosen Patientenvortrag anmelden. Die Teilnehmer erhalten dann per Email einen Link mit den notwendigen Informationen, um sich in die Videokonferenz einzuwählen. 

Das akute Koronarsyndrom – Herzinfarkt

Der Begriff „akutes Koronarsyndrom“ beschreibt verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch den Verschluss oder die hochgradige Verengung eines Herzkranzgefäßes verursacht werden und für den Patienten grundsätzlich lebensbedrohlich sein können. Hierzu gehören auch die bei-den Hauptformen des Herzinfarkts. 

Wer Symptome wie schwere, länger als zwanzig Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, in den Armen, Schulterblättern, Hals, Kiefer und Oberbauch bemerkt, oder ein starkes Engegefühl, heftigen Druck und ein Brennen im Brustkorb, Übelkeit und Atemnot verspürt, der könnte einen Herzinfarkt erlitten haben. Wer bei sich oder anderen einen Herzinfarkt bemerkt, sollte sofort den Rettungswagen mit der Telefonnummer 112 anrufen.