Die St. Louise Frauen- und Kinderklinik hebt den freiwilligen Aufnahmestopp für ihre neonatologische Kinderintensivstation in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden schrittweise wieder auf.
Damit können werdende Mütter ab der 34. Schwangerschaftswoche wieder umfassend und wohnortnah rund um die Geburt versorgt werden. Dies beinhaltet auch die Versorgung von Frühgeborenen und Neugeborenen auf der neonatologischen Intensivstation, falls diese erforderlich wird. Zuletzt war die Versorgung auf Geburten ab der 37+0 Schwangerschaftswoche begrenzt; die medizinisch notwendige Notfallversorgung blieb jederzeit gewährleistet.
Mit der schrittweisen Öffnung kehrt für Familien in der Region ein wichtiges Stück wohnortnaher Versorgung zurück.
Umfassende Maßnahmen umgesetzt
Nach dem Auftreten von zwei Infektionen mit dem Darmbakterium Enterobacter sowie weiteren Nachweisen des Erregers wurden die hygienischen, mikrobiologischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen umfassend ausgeweitet. Diese werden weiterhin konsequent umgesetzt und engmaschig überwacht.
Durch die intensivierten Desinfektions- und Aufbereitungsmaßnahmen sowie das engmaschige mikrobiologische Monitoring konnten mögliche Übertragungsrisiken deutlich reduziert werden. Die bislang vorliegenden Untersuchungen ergeben derzeit keinen Hinweis auf eine fortbestehende relevante Kontaminationsquelle.
Noch ausstehend sind die Ergebnisse molekulargenetischer Untersuchungen. Sie sollen Aufschluss darüber geben, ob zwischen den nachgewiesenen Erregern ein Übertragungszusammenhang besteht. Die Untersuchungen werden unabhängig von der schrittweisen Wiederaufnahme konsequent fortgeführt.
Kontrollierte Wiederaufnahme unter konsequenter Fortführung der Schutzmaßnahmen
Grundlage der Wiederaufnahme ist ein mit den zuständigen Behörden abgestimmtes Stufenkonzept mit definierten hygienischen, mikrobiologischen und organisatorischen Kriterien. Die erweiterten Hygiene- und Schutzmaßnahmen bleiben bestehen. Außerdem wird die neonatologische Kinderintensivstation zunächst mit reduzierter Belegung betrieben.
Die weiteren Schritte werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit dem zuständigen Gesundheits- und Ordnungsbehörden abgestimmt und eng begleitet.
Ziel ist es, Schritt für Schritt zum regulären Versorgungsangebot zurückzukehren und dabei größtmögliche Sicherheit für Mütter und Neugeborene zu gewährleisten.