Schilddrüsenzentrum

Herzlich willkommen im St. Vincenz Schilddrüsenzentrum

Erkrankungen der Schilddrüse gehören zu den häufigsten Erkrankungen der inneren Drüsen. Bei etwa jedem dritten Erwachsenen in Deutschland bildet sich im Laufe des Lebens mindestens eine krankhafte Schilddrüsenveränderung. Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter.

Unser Schilddrüsenzentrum hat sich auf die Diagnostik und operative Behandlung gutartiger und bösartiger Schilddrüsenerkrankungen sowie von Erkrankungen der Nebenschilddrüsen spezialisiert.

Ob eine Operation erforderlich ist und ob dabei ein Teil oder die gesamte Schilddrüse entfernt werden sollte, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen auf Grundlage aller vorliegenden Befunde und Ihrer individuellen Beschwerden. Dabei setzen wir auf moderne, schonende Operationsverfahren und führen alle Schilddrüseneingriffe mit einem intraoperativen Neuromonitoring durch, um die Funktion des Stimmbandnerven während der gesamten Operation zu überwachen.

Unser Ziel ist es, Ihnen eine sichere, individuelle und bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.

Ihr Dr. med. habil. Ralf Steinert

Behandlungsschwerpunkte

Erkrankungen der Schilddrüse sind häufig und vielfältig. Im Schilddrüsenzentrum behandeln wir das gesamte Spektrum – von funktionellen Störungen bis hin zu strukturellen Veränderungen und Tumorerkrankungen. Dazu gehören insbesondere:

  • Struma (vergrößerte Schilddrüse)
  • Morbus Basedow
  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • Schilddrüsenknoten
  • Schilddrüsenkrebs

Diagnostik

Vor der Therapie steht die gründliche Untersuchung der Schilddrüse und ihrer Umgebung.

Zunächst wird sich in einem ausführlichen Patientengespräch ein Bild über Beschwerden, Vorerkrankungen, Schilddrüsenkrankheiten in der Familie und Essgewohnheiten machen. Durch das Abtasten der Halsregion können mögliche Vergrößerungen der Schilddrüse meist schon von außen erfühlt und beurteilt werden.

Zu den wichtigsten Diagnoseverfahren gehören die Szintigrafie, Ultraschall- sowie Blutuntersuchungen.

Therapie

Die Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen erfolgt individuell und interdisziplinär und richtet sich nach dem jeweiligen Befund sowie den persönlichen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten.

Je nach Erkrankung und Befund kommen unterschiedliche operative Verfahren der Schilddrüse zum Einsatz. Diese werden durch eine sorgfältige medikamentöse Begleitung ergänzt – sowohl zur Vorbereitung auf den Eingriff als auch zur Stabilisierung des Hormonhaushalts im Anschluss.

Ergänzend erfolgt bei Bedarf eine interdisziplinäre Abstimmung zur optimalen Therapieplanung, um für jede Patientin und jeden Patienten eine sichere und individuell passende Behandlung zu gewährleisten.

Chirurgischer Eingriff

Welche Operation notwendig ist, hängt vom Befund ab. Zum Einsatz kommen:

  • Entfernung einzelner Knoten (Enukleationsresektion)
  • Entfernung einer Schilddrüsenhälfte (Hemithyreoidektomie)
  • vollständige Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie)

Bei bösartigen Erkrankungen ist häufig die komplette Entfernung der Schilddrüse erforderlich. In einzelnen Fällen werden zusätzlich betroffene Lymphknoten entfernt.

Der operative Zugang erfolgt über einen kleinen Hautschnitt am Hals. Drainageschläuche, wie sie früher häufiger verwendet wurden, sind heute nur noch in Ausnahmefällen notwendig, sodass auch das für Patientinnen und Patienten oft unangenehme Entfernen entfällt.

Intraoperatives Neuromonitoring

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Patientensicherheit und der Minimierung von Risiken. Daher erfolgt jede Schilddrüsenoperation unter kontinuierlichem Nervenmonitoring des Stimmbandnervs (N. recurrens). Während des Eingriffs werden die Nervenfunktionen dauerhaft optisch und akustisch überwacht, um das Risiko einer Schädigung bestmöglich zu reduzieren. Auf diese Weise erreicht unser Schilddrüsenzentrum eine sehr niedrige Komplikationsrate im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt.

Begleitende medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Therapie begleitet die operative Behandlung in allen Phasen. Sie dient sowohl der Vorbereitung auf den Eingriff als auch der postoperativen Stabilisierung des Hormonhaushalts. Ziel ist eine optimale Einstellung der Schilddrüsenfunktion und eine sichere Nachsorge im weiteren Verlauf.

Mitgliedschaften

Als Mitglied des Deutschen Schilddrüsenzentrums sind wird in einem großem Netzwerk von vielen verschiedenen und überregionalen Schilddrüsenzentren beteiligt, in dem Erfahrungen und Erfolgskonzepte bei der Behandlung unterschiedlicher Schilddrüsenerkrankungen austauschen können. Aufgrund der Mitgliedschaft sind wir verpflichtet, strenge Qualitätsstandards einzuhalten sowie regelmäßig die Qualität durch Dokumentation und Nachverfolgung der Operationsergebnisse zu kontrollieren.

Bestens versorgt im Schilddrüsenzentrum

In der spezialisierten Sprechstunde werden Beschwerden, Vorbefunde und bereits erhobene Untersuchungen (z. B. Ultraschall, Szintigrafie, HNO-Befunde und Laborwerte) umfassend ausgewertet. Bei Bedarf erfolgt eine ergänzende Ultraschalluntersuchung direkt vor Ort.

Auf dieser Grundlage erfolgt die chirurgische Einschätzung sowie die individuelle Beratung zum weiteren Vorgehen und möglichen Operationsverfahren. Auch Risiken und der gesamte Ablauf werden ausführlich erklärt.

Je nach Situation können zusätzliche Untersuchungen wie Laborwerte, ein EKG oder eine Röntgenaufnahme der Lunge erforderlich sein.

Wenn eine Operation vorgesehen ist, wird gemeinsam ein Termin festgelegt. Im Anschluss erfolgt die Vorstellung beim Anästhesie-Team zur Narkoseaufklärung.

Der Operationstag

Die Aufnahme erfolgt in der Regel am Morgen des Operationstages gegen 7 Uhr. Das Pflegeteam begleitet die präoperative Vorbereitung und sorgt für einen sicheren Ablauf. Zur Thromboseprophylaxe werden Anti-Embolie-Strümpfe angelegt.

Die Schnittführung wird noch vor der Operation markiert. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Während der Operation wird die Stimmbandfunktion kontinuierlich mittels Neuromonitoring überwacht.

Der Zugang erfolgt über einen kleinen Hautschnitt am Hals. Die Wunde wird mit einer speziellen Nahttechnik versorgt und steril abgedeckt. Drainagen sind nur noch in Ausnahmefällen notwendig.

Nach der Operation

Nach dem Eingriff erfolgt zunächst eine Überwachung im Aufwachraum bis in den Nachmittag (ca. 16 Uhr). Danach werden die Patientinnen und Patienten in der Regel zurück auf die Normalstation verlegt. Eine intensivmedizinische Überwachung ist nur selten erforderlich.

Eine individuell angepasste Schmerztherapie wird eingeleitet. Die Flüssigkeitsaufnahme kann in der Regel zeitnah wieder erfolgen. Am Nachmittag informiert der Operateur über den Verlauf und kontrolliert die Wunde.

Entlassung

Die Entlassung erfolgt meist am zweiten oder dritten Tag nach der Operation.

Vor der Entlassung erfolgt – wenn möglich – eine Stimmbandkontrolle durch eine HNO-fachärztliche Untersuchung. Alternativ wird diese ambulant nachgeholt. Im Entlassgespräch werden alle wichtigen Punkte besprochen sowie der Arztbrief für die hausärztliche Weiterbehandlung ausgehändigt, einschließlich Empfehlungen zur weiteren Medikation.

Nach einer Schilddrüsenoperation ist in der Regel eine langfristige Einnahme von Schilddrüsenhormonen erforderlich, um die Hormonfunktion stabil zu halten.

Bereits am zweiten Tag nach der Operation erfolgen Blutkontrollen (u. a. Blutbild und Calciumwert). Zudem wird das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung mitgeteilt, und die Hautfäden werden entfernt.

Etwa acht Wochen nach der Operation erfolgt eine hausärztliche Kontrolle der Schilddrüsenhormone mit eventueller Anpassung der Medikation.

Die weitere Nachsorge umfasst regelmäßige Verlaufskontrollen. Die Medikamente sind in der Regel gut verträglich und entsprechen den körpereigenen Hormonen.

Kontakt

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Standorte der Klinik

St. Josefs
Dr.-Krismann-Straße 12, 33154 Salzkotten