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100 Patienten mit schwerer Lungenembolie erfolgreich behandelt
St. Vincenz-Kliniken Paderborn setzen seit sechs Jahren auf modernes Katheterverfahren
Hintere Reihe v.l.: Prof. Dr. med. Andreas Goette (Chefarzt der Medizinischen Klinik II), Dr. med. Sibylle Brandner (Leitende Oberärztin), Yousef Sandouk (Oberarzt) und Piotr Lach (Oberarzt).
Vordere Reihe: Dr. med. Markus Patscheke (Ltd. Oberarzt der Intensivstation und Co-Leiter des Cardiac Arrest Centers) und Mihai Hasmasan (Oberarzt).
Die St. Vincenz-Kliniken Paderborn haben einen wichtigen Meilenstein erreicht: Seit Einführung eines modernen Katheterverfahrens zur Behandlung schwerer Lungenarterienembolien wurden bereits 100 Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt. Die Klinik gehörte zu den ersten zwölf Krankenhäusern in Deutschland, die dieses minimalinvasive Verfahren eingeführt haben, und bietet die Behandlung inzwischen rund um die Uhr an.
Bei einer Lungenarterienembolie verschließt ein Blutgerinnsel eine oder mehrere Lungenarterien und kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. Ähnlich wie bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kann das Gerinnsel heute mithilfe eines speziellen Katheters entfernt werden. Hierfür wird der Katheter über die Beinvene durch das rechte Herz bis in die Lungenarterie vorgeschoben und das Blutgerinnsel abgesaugt.
„Mit dieser Technik konnten wir bereits Patientinnen und Patienten im Kreislaufschock oder sogar während einer laufenden Wiederbelebung erfolgreich behandeln“, sagt Mihai Hasmasan, Oberarzt der Medizinischen Klinik II. „Besonders wichtig ist, dass wir das Verfahren inzwischen an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr anbieten können.“
„Lungenembolien und Beinvenenthrombosen gehören weiterhin zu den häufigen und gefährlichen Gefäßerkrankungen“, erläutert Prof. Andreas Götte, Chefarzt der Medizinischen Klinik II. Sie entstehen unter anderem nach längerer Immobilisation, größeren Operationen oder Flugreisen, treten aber auch im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen oder angeborenen Blutgerinnungsstörungen auf.
Eine schwere Lungenembolie kann auch einen Herz-Kreislauf-Stillstand auslösen. Seit 2019 verfügt das St. Vincenz Krankenhaus als erstes Krankenhaus in Ostwestfalen-Lippe über ein zertifiziertes Cardiac Arrest Center, in dem bereits gut 1.000 Patientinnen und Patienten behandelt wurden. Dort sind alle Behandlungsschritte – von der Notaufnahme über Herzkatheterlabor und Computertomographie bis zur Intensivstation – eng aufeinander abgestimmt.
„Für das Überleben nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand ist die anschließende Behandlung genauso entscheidend wie die Wiederbelebung selbst“, erklärt Dr. Patscheke, Leitender Oberarzt der Intensivstation und Co-Leiter des Cardiac Arrest Centers. „Dafür müssen interventionelle Kardiologie, Intensivmedizin, Radiologie und Chirurgie jederzeit verfügbar sein.“
„Wir sind stolz darauf, zu den erfahrensten Zentren in Deutschland für die interventionelle Behandlung schwerer Lungenarterienembolien zu gehören“, resümiert Prof. Götte. „Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten aus der gesamten Region und darüber hinaus jederzeit eine optimale Versorgung anbieten zu können.“
St. Vincenz-Kliniken GmbH Am Busdorf 2 33098 Paderborn Tel.:+49 5251 86 0