Pränataldiagnostik
Die Pränataldiagnostik (PND) umfasst ergänzende Untersuchungen während der Schwangerschaft, die über die regulären Vorsorgeuntersuchungen hinausgehen. Sie können dabei helfen, frühzeitig Hinweise auf Fehlbildungen oder genetische Besonderheiten beim ungeborenen Kind zu erkennen.
Diagnostikverfahren
In der Pränataldiagnostik wird zwischen nicht-invasiven und invasiven Verfahren unterschieden.
Nicht-invasive Verfahren
Diese Untersuchungen sind für Mutter und Kind risikofrei und liefern erste orientierende Hinweise:
- Ultraschalluntersuchungen, z. B. Nackentransparenzmessung oder Feindiagnostik
- Doppler-Ultraschall zur Beurteilung des Blutflusses
- Blutuntersuchungen der Mutter, z. B. Ersttrimester-Screening oder nicht-invasiver Pränataltest (NIPT)
Invasive Verfahren
Diese Methoden ermöglichen eine genauere Abklärung, sind jedoch mit einem Eingriff verbunden:
- Chorionzottenbiopsie (Plazentapunktion)
- Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)
- Nabelschnurpunktion (Cordozentese)
Welche Untersuchungen in Ihrer individuellen Situation sinnvoll sind, wird gemeinsam und in Ruhe besprochen.
Beratung und weiteres Vorgehen
Die Entscheidung für oder gegen eine pränataldiagnostische Untersuchung ist immer freiwillig. Vor jeder Untersuchung werden Sie ausführlich über Möglichkeiten, Grenzen und mögliche Konsequenzen informiert. Selbstverständlich haben Sie auch das Recht, Untersuchungen abzulehnen oder bestimmte Ergebnisse nicht erfahren zu wollen.
Sollte ein Befund auffällig sein, lassen wir Sie nicht allein. Die nächsten Schritte werden gemeinsam mit Ihnen abgestimmt. Dazu können weiterführende Untersuchungen, eine engmaschige Betreuung sowie – wenn nötig – die Planung der Geburt in einem spezialisierten Zentrum gehören. Ziel ist es, für Sie und Ihr Kind die bestmögliche und sichere Versorgung zu gewährleisten.

Prof. Dr. med. Michael Patrick Lux, MBA
Chefarzt
Gynäkologie und Geburtshilfe
Facharztbezeichnung
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Qualifikationen
- Senioroperateur Mamma (DKG e.V./ DGS e.V.),
- Europäischer Senologe (EoS)
- Fachgebundene genetische Beratung
- Benannter Mammaoperateur nach ÄKZert
- Benannter gynäkologisch-onkologischer Operateur (DKG e.V./ DGS e.V.)
Schwerpunkte
- Gynäkologische Onkologie
- Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Weiterbildungsbefugnisse
- FA Frauenheilkunde und Geburtshilfe: 60 Monate
- SP Gynäkologische Onkologie: 36 Monate
- Medikamentöse Tumortherapie: 12 Monate

Leitende Oberärztin
Gynäkologie und Geburtshilfe
Facharztbezeichnung
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Qualifikationen
- DEGUM Stufe 1
- Zulassung bei der KV für die weiterführende, differenzierte fetale Diagnostik
Schwerpunkte
- Zentrumskoordinatorin des Perinatalzentrums
- Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Weiterbildungsbefugnisse
- Befugnis zur Weiterbildung Schwerpunkt "Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin" (3 Jahre)
Kontakt Pränataldiagnostik
Tel: +49 5251 86 4190