Allgemeinchirurgie
Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie
Chefarzt
Prof. Dr. med. Rainer Schmidt
Prof. Dr. Schmidt ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Visceralchirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie, der European Society for Vascular Surgery, des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen e.V. und der Vereinigung Niederrheinisch-Westfälischer Chirurgen. Von der Ärztekammer Westfalen-Lippe liegt eine Befugnis zur Weiterbildung vor für die:
- Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie für 24 Monate
- Weiterbildung in der Facharztkompetenz "Visceralchirurgie" für 48 Monate
- Weiterbildung in der Facharztkompetenz "Allgemeine Chirurgie" für 36 Monate
Die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie verfügt über 63 Betten.
Der Chefarzt wird von 3 Oberärzten und 8 Assistenten unterstützt.
In der Klinik wird das gesamte Spektrum der Allgemeinchirurgie angeboten. Hierzu zählen z.B. die Versorgung von Leisten-, Schenkel- und Bauchwandbrüchen, die Entfernung des Blinddarmes, Abszeßspaltungen oder die Entfernung von Hauttumoren. Den wesentlichen Schwerpunkt bildet die Visceralchirurgie, die die Prävention, Erkennung und operative Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen innerer Organe umfasst einschließlich der Tumorchirurgie und der Eingriffe an den endokrinen Organen.
Im Rahmen der endokrinen Chirurgie werden Eingriffe an der Schilddrüse (einschließlich bösartiger Schilddrüsentumoren), der Nebenschilddrüse, an der Bauchspeicheldrüse und den Nebennieren durchgeführt. Zur Schonung des Stimmbandnerven bei Operationen an der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen wird das sogenannte Neuromonitorung eingesetzt.
Bei Eingriffen an Speiseröhre, Magen und Bauchspeicheldrüse kommen sowohl offene als auch minimal invasive Verfahren zur Anwendung. So wird bei bösartigen Tumoren der Speiseröhre diese komplett entfernt und durch einen Magenschlauch oder Dickdarm ersetzt. Oftmals wird im Rahmen eines interdisziplinären Konzeptes eine Strahlenchemotherapie vor dem chirurgischen Eingriff notwendig. Bei Entzündungen der Speiseröhre durch Reflux von Magensaft wird die operative Versorgung des begleitenden Zwerchfellbruches minimal invasiv durchgeführt. Weiterhin werden Divertikel (Ausstülpungen) und gutartige Tumoren der Speiseröhre behandelt
Die meisten Eingriffe am Magen erfolgen wegen eines bösartigen Tumors, der je nach Typ und Lage die subtotale Entfernung (4/5 Resektion) oder die Entfernung des gesamten Organs notwendig macht. Die Passage wird anschließend unter Verwendung eines Dünndarmsegmentes mit oder ohne Reservoir wieder hergestellt. Bei kleineren Tumoren im Frühstadium kann die Entfernung auf minimal invasivem Wege erfolgen.
Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse werden sowohl bei gutartigen als auch bei bösartigen Erkrankungen notwendig. Zu den gutartigen Erkrankungen zählen akute und chronische Entzündungen und deren Folgen (Pseudocysten, Verengungen des Bauchspeichel-drüsenganges). Bei bösartigen Tumoren wird je nach Lage des Tumors die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes oder –schwanzes durchgeführt. Diese Operation erfordert eine große Erfahrung. Deshalb wurden diese Eingriffe in der Mindestmengenverordnung aufgenommen, deren Vorgaben von uns vollständig erfüllt werden.
Eingriffe an der Gallenblase erfolgen vorwiegend minimal invasiv (laparoskopische Cholecystektomie) und gehören zu den Routineeingriffen in der Visceralchirurgie. Bei gleichzeitig vorliegenden Gallengangsteinen werden diese von der Medizinischen Klinik I entfernt (ERCP) und anschließend die Operation der Gallenblase durchgeführt („Splitting–Verfahren“). Selten machen bösartige Tumoren der Gallenblase neben der Entfernung des Organs die Mitresektion des angrenzenden Lebergewebes notwendig.
Die kolorektale Chirurgie umfasst alle Eingriffe am Dünn-, Dick- und Mastdarm wegen entzündlichen, gutartigen und bösartigen Erkrankungen. Die Entfernung des Wurmfortsatzes bei der „Blinddarmentzündung“ sowie die Entfernung von Teilen des Dickdarmes bei der Diverticulitis werden heute in zunehmendem Maße minimal invasiv durchgeführt. Auch bei kleineren Tumoren kommt diese Technik zum Einsatz. Die meisten Eingriffe am Dickdarm erfolgen bei bösartigen Tumoren, wo - wann immer möglich - der Erhalt des Schließmuskels angestrebt wird.
Vincenz-Darmzentrum
Das St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn sowie niedergelassene Gastroenterologen, Onkologen, Pathologen und die Klinik für Strahlentherapie des Brüderkrankenhauses St. Josef in Paderborn haben sich mit allen medizinischen Disziplinen, die sich mit der Diagnostik und Therapie des Darmkrebses beschäftigen, zum Vincenz-Darmzentrum zusammengeschlossen. Zusammen mit angeschlossenen Hausärzten, Kliniken, Sanitätshäusern, Palliativstation und Hospiz, Selbsthilfegruppe und anderen medizinischen Dienstleistern wird den Patienten mit Dick- und Mastdarmkrebs eine Rundumversorgung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft unter Beachtung der vorliegenden Leitlinien (S3-Leitlinien zur Diagnostik und Therapie des kolorektalen Karzinoms (Krebsleiden des Dick-, Mast- und Enddarmes)) geboten. An jede Gruppe werden Anforderungen im Hinblick auf Anzahl der durchgeführten Operationen, Darmspiegelungen, Schlingenabtragung von Darmpolypen und begleitenden Therapien gestellt. So findet regelmäßig eine Darmsprechstunde statt, in der Patienten mit kolorektalem Karzinom beraten und weiteren Untersuchungen zugeführt werden. In der wöchentlichen Tumorkonferenz wird für jeden Patienten unter Beachtung der Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen oder der erfolgten Operation das optimale Therapieschema abgesprochen und eingeleitet. Die entsprechenden Behandlungsdaten werden gesammelt, jährlich von externen Experten überprüft, wobei alle drei Jahre eine Re-Zertifizierung erfolgt. Mit Gründung des Vincenz-Darmzentrums und der Sicherstellung einer qualitativ hohen Versorgung durch alle beteiligten Partner steht allen Patienten mit einem kolorektalem Karzinom ein abgestimmtes Behandlungskonzept zur Verfügung. Durch diese Kooperation kann das komplette Spektrum der Diagnostik sowie der operativen Behandlungsmethoden und der evtl. notwendigen Vor- und Nachbehandlung angeboten und stationär oder soweit möglich ambulant erbracht werden.
Sprechen Sie uns an
E-Mail: allgemeinchirurgie@vincenz.de
Telefon: 05251/86-1451
Telefax: 05251/86-1452
An proktologischen Erkrankungen (Erkrankungen des Enddarms) werden z.B. Hämorrhoiden, Abszesse, Fisteln und Fissuren sowie der Mastdarmvorfall behandelt. Für die Operation der Hämorrhoiden stehen neben den bekannten Verfahren nach Milligan-Morgan oder Parks auch die Resektion mit dem Stapler (Methode nach Longo) zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie finden sie in unserem Qualitätsbericht.
Terminvereinbarung
| Notfallbehandlung 24 Stunden | Telefon: 05251/86-0 oder 86-1471 |
| Sprechstunde (Kassenzulassung auf Überweisung von Chirurgen im Rahmen der Visceralchirurgie) |
Telefon: 05251/86-1451 |
| Stationäre Aufnahme | Telefon: 05251/86-1451 |
Sprechstundenzeiten (nur nach Terminabsprache)
| Sprechstunde für ambulante Operationen | Montags 11.00 - 14.00 Uhr |
| Endokrine-/Schilddrüsensprechstunde | Dienstags 12.00 - 14.00 Uhr |
| MIC-Sprechstunde | Donnerstags 10.00 - 12.00 Uhr |
| Darmsprechstunde | Donnerstags 12.00 - 14.00 Uhr |
| Visceralchirurgische Sprechstunde | Donnerstags 12.00 - 14.00 Uhr |
| Privatsprechstunde | Montags, Dienstags und Donnerstags 14.30 - 15.45 Uhr |







