Mit Herz und Erfahrung
für Ihre Gesundheit im besten Alter

Geriatrie und Frührehabilitation Salzkotten

Liebe Patientinnen und Patienten,
liebe Angehörige, 

seit 2020 machen wir im St. Josefs-Krankenhaus ein neues Angebot speziell für ältere Menschen: die Geriatrie und Frührehabilitation. Die Geriatrie – auch als Altersmedizin bekannt – richtet sich an Menschen im höheren Lebensalter, in der Regel ab 65 Jahren.

Gerade bei älteren Patientinnen und Patienten treten neben akuten internistischen oder neurologischen Erkrankungen häufig mehrere chronische Vorerkrankungen oder altersbedingte Einschränkungen auf. Diesen Menschen bieten wir eine umfassende, ganzheitliche Behandlung, die weit über die klassische medizinische Versorgung hinausgeht. 

Bereits bei der Aufnahme erfassen wir in einer ausführlichen Einschätzung den individuellen Bedarf unserer Patientinnen und Patienten. Auf dieser Grundlage entwickelt unser interdisziplinäres Team – bestehend aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Spezialistinnen und Spezialisten für Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie und Neuropsychologie/Psychologie sowie dem Sozialdienst – einen maßgeschneiderten Therapieplan.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf der Einbindung der Angehörigen, die wertvolle Informationen zum gewohnten Alltag und den Bedürfnissen ihrer Lieben beitragen können. 

Unser Ziel ist es nicht nur, die akute Erkrankung zu behandeln, sondern insbesondere die Selbstständigkeit und Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen. Dies geschieht in einer kombinierten Versorgung aus Akutmedizin und frührehabilitativen Maßnahmen – mit dem klaren Ziel, eine Rückkehr in das vertraute häusliche Umfeld zu ermöglichen und Pflegebedürftigkeit möglichst zu vermeiden. 

Das Team der Geriatrie steht Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns gerne an – wir helfen Ihnen weiter. 

Ihre Dr. Magdalene Aniol

Unser Team

Oberärztinnen und -ärzte

Dr. med. Stephanie Brändle
Oberärztin
Sr. M. Johanna Harke
Oberärztin
Anna Jedynak-Paradowski
Leitende Oberärztin

Assistenzärztinnen und -ärzte

Wiam Hodroj
Assistenzarzt
Rauf Mamedov
Assistenzarzt
Yousef Khalil Hasan Toubah
Assistenzarzt
Stela Zisi
Assistenzärztin

Teamleitung

Silke Schalkowski
Teamleiterin

Leistungen & Versorgung

Die Behandlung in der Klinik für Geriatrie ist eine hochkomplexe Aufgabe. Wir behandelten nicht nur ihre akute Erkrankung, die der Grund für Ihren stationären Krankenhausaufenthalt ist, sondern auch ihre vorbestehenden Mehrfacherkrankungen. Oftmals führt diese Kombination zu einer erheblichen Verschlechterung ihrer Selbstständigkeit in der Alltagskompetenz. Daraus ergibt sich ein ganzheitlicher diagnostischer und therapeutischer Handlungsbedarf, der weit über die klassische medizinische Akutversorgung hinausgeht.

Der Behandlungsansatz basiert auf der engen Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams bestehend aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften sowie Fachkräften aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie/ Psychologie und Sozialarbeit. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die akute Erkrankung zu heiler, die Selbsthilfefähigkeit unserer Patientinnen und Patienten zu fördern und somit ihre Rückkehr in ein möglichst selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld zu ermöglichen.

Behandlungsschwerpunkte der Geriatrie

Herz, Kreislauf & Infektionen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Infektionen im höheren Lebensalter
  • Unklare Verschlechterung des Allgemeinzustandes
Neurologische & kognitive Erkrankungen
  • Schlaganfall
  • Parkinson-Syndrom
  • Demenz
  • Akute Verwirrtheitszustände (Delir)
Mobilität & Bewegungsapparat
  • Sturzneigung und Gleichgewichtsstörungen
  • Lähmungen, Funktionseinbußen und Immobilität nach Operationen oder Komplikationen
  • Chronische Erkrankungen des Skelettsystems und der Knochen
Gefäße, Wunden & Ernährung
  • Durchblutungsstörungen der Extremitäten, Zustand nach Amputationen
  • Chronische Wunden
  • Eingeschränkte Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme

Unsere Behandlungsangebote sind stets individuell abgestimmt – mit dem Ziel, Lebensqualität zu erhalten und Pflegebedürftigkeit möglichst zu vermeiden.

Im geriatrischen Netzwerk GerNe arbeiten wir mit örtlichen Institutionen und Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Betroffenen und ihre Angehörigen zu erreichen.

Das Casemanagement-Team in der Akutgeriatrie der St. Vincenz-Kliniken trägt die Verantwortung für die Koordination und Steuerung der Patientinnen und Patienten und ist für die Kommunikation zwischen Patienten, Ärzten und Pflegepersonal zuständig. Für die meist multimorbiden Patienten ist die frühzeitige Einleitung der geriatrischen Komplexbehandlung entscheidend, um die Selbstständigkeit und Mobilität zu erhalten und zu fördern.

Um eine reibungslose Koordination und Informationsweitergabe zu gewährleisten, sprechen wir als Case-Managerinnen und -Manager direkt mit Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen sowie Ärztinnen und Ärzten und prüfen gemeinsam, inwieweit die geriatrische Komplexbehandlung in der Akutgeriatrie in Salzkotten als sinnvoll erachtet wird.

Bei Interesse an einer geriatrischen Komplexbehandlung nutzen Sie gerne das Anmeldeformular. Sobald wir die Anmeldung gesichtet haben, werden wir Sie kontaktieren. Sollten Sie vorab schon Fragen haben, rufen Sie uns gerne an.

Aktivierende therapeutische Pflege in der Geriatrie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der darauf abzielt, die Selbständigkeit und Lebensqualität ältere Menschen zu fördern. Dabei werden individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten der Patienten berücksichtigt. Durch gezielte therapeutische Maßnahmen und Aktivitäten wird ein förderliches Umfeld geschaffen, das es dem Patienten möglich macht aktiv am Leben teilzunehmen und seine Ressourcen bestmöglich zu nutzen.

Die Patientinnen und Patienten erhalten intensive therapeutische Maßnahmen der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie mit dem Ziel, die Selbständigkeit im Alltag schnellstmöglich wiederherzustellen und somit die Lebensqualität zu erhalten.

Der Therapieplan wird anhand des Krankheitsbildes, den Fähigkeiten und der Defizite unserer Patientinnen und Patienten individuell erstellt.

Ziele: Verbesserung der Beweglichkeit und Funktionalität sowie die Förderung der Ausdauer und Belastbarkeit.

Therapeutische Maßnahmen und Angebote:

  • Transfertraining
  • Gangschule mit und ohne Hilfsmittel und Sturzprophylaxe
  • Bewegungstherapie und Anleitung zu Eigenübungen
  • Physikalische Maßnahmen
  • Atemtherapie
  • Lymphdrainage
  • Funktionstraining nach Bobath
  • Einsatz verschiedener Trainingsgeräte wie z.B. Motomed und Bewegungsschienen
  • Moderates Training im Fitnessraum

Ziele: Größtmögliche Selbständigkeit in der Alltagsbewältigung, besonders in der Mobilität und Selbstversorgung

Therapeutische Maßnahmen und Angebote:

  • Training motorischer Funktionen
  • Feinmotorik- und Schreibtraining
  • Beüben einzelner ADL – Sequenzen wie z.B. das selbständige Anziehen und Körperpflege
  • Erprobung von Hilfsmitteln
  • Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit und Hirnleistungstraining
  • Erarbeiten von Handlungsstrategien
  • Sozial- kommunikative Therapie zur psychischen Stabilisierung
  • Funktionstraining nach Bobath
  • Wahrnehmungsschulung

Ziele: Wiederherstellung, Verbesserung und Erhaltung der Kommunikationsfähigkeit und Schluckfunktion.

Therapeutische Maßnahmen und Angebote:

  • Artikulations- und myofunktionales Training bei z.B. Facialisparesen
  • Facio- orale- Trakt Therapie (FOTT) und Orofaciale Regulationstherapie
  • Klinische Schluckuntersuchung
  • Therapeutisches Anleiten beim Essen und Trinken
  • Sprachtherapie auf Alltagsebene und zur kognitiven Aktivierung
  • Stimm- und Sprechtherapie
  • Endoskopische Schluckdiagnostik (FEES)

Der Sozialdienst der Geriatrie unterstützt, wenn aufgrund von Krankheit und Pflegebedürftigkeit unterstützende Maßnahmen im Anschluss an die Krankenhausbehandlung erforderlich sind und berät zu persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Problemen, die aufgrund einer Erkrankung oder einer Behinderung entstanden sind.

In persönlichen Gesprächen wird die aktuelle Lebenssituation erfasst. Im Verlauf wird mit den Patienten und Angehörigen die Organisation der weiteren Versorgung besprochen. Entsprechende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Beantragung eines Pflegegrades, die Unterstützung bei der Suche nach einem Kurzzeitpflegeplatz oder die Beantragung einer geriatrischen Rehabilitation, werden dann vom Sozialdienst in die Wege geleitet.

Einschränkungen in der geistigen Leistungsfähigkeit, wie insbesondere im Gedächtnis, in der Konzentrationsfähigkeit und auch allgemein im Denkvermögen sind bei älteren Menschen sehr häufig anzutreffen und wirken sich zumeist sehr unterschiedlich und dabei sehr nachhaltig auf deren Alltagsleben aus. Der Bereich der Neuropsychologie kümmert sich schwerpunktmäßig um die Untersuchung solcher Schwächen über die Durchführung von speziellen Tests, um eine darauf genau zielende Behandlung einleiten zu können. Zugleich trägt die Neuropsychologie in der Behandlung auch die Sorge um das allgemeine psychische Befinden und Erleben, wie sie insbesondere bei Depressionen und Trauerzuständen anzutreffen sind.

Die durchgeführten Behandlungen in der Neuropsychologie verfolgen das Ziel, die allgemeine psychische Situation eines älteren Menschen weitestgehend zu berücksichtigen und bestmöglich zu verbessern. Die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Berufsgruppen in der Klinik, somit mit Ärzten, Krankepflegepersonal, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten und auch die Einbeziehung der Angehörigen bildet die Voraussetzung dafür, dass dieses Ziel auch bestmöglich für den älteren Menschen erreicht werden kann.

Skizze