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Handgestrickte grüne Socken schenken Wärme und zeigen Solidarität

Paderborn. Ein besonderes Zeichen der Solidarität mit an Unterleibskrebs erkrankten Frauen hat die Handwerksgruppe Spinnnetz Obermarsberg gesetzt: Insgesamt 34 handgestrickte Paar grüner Socken überreichten die Mitglieder an Prof. Dr. Michael Lux, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn.

Hintergrund der Aktion ist die Initiative „Grüne Socke“, die vom Diakonischen Werk Recklinghausen unterstützt wird. Sie geht auf Andrea Krull zurück, deren Freundin während ihrer Erkrankung an Eierstockkrebs häufig fror. Um ihr Wärme zu schenken, strickte Frau Krull ihr ein Paar grüner Socken – grün, weil es ihre Lieblingsfarbe war. Aus dieser persönlichen Geste entwickelte sich eine bundesweit bekannte Aktion, die Betroffenen symbolisch und ganz praktisch Unterstützung bietet.

Angeregt durch diese Initiative begann die Handwerksgruppe Spinnnetz Obermarsberg im Oktober 2025 mit dem Stricken der Socken. Die Gruppe besteht aus zehn engagierten Frauen und Männern. „Ich habe dafür extra gelernt, wie man Socken strickt“, berichtet Petra Kowalski, Mitglied der Handwerksgruppe. Nach rund drei Monaten fleißiger Arbeit waren schließlich 34 individuell gestaltete Paar grüne Socken fertiggestellt.

Die Übergabe erfolgte stellvertretend durch Petra Kowalski und ihrem Mann Andreas Kowalski an Prof. Lux, der die Spende dankend entgegennahm. Jedes Paar Socken wird gemeinsam mit einer Banderole und einer persönlichen Karte an Patientinnen weitergegeben. Die Karten wurden von Petra Kowalski gemeinsam mit ihrer Familie entworfen und unterschrieben.

Die Bedeutung solcher Aktionen begrüßt Lux sehr. „In Deutschland erkranken jährlich rund 25.000 Frauen an Unterleibskrebs. Während einige Krebsarten gute Heilungschancen haben, ist insbesondere Eierstockkrebs noch immer schwer früh zu erkennen“, erklärt Prof. Dr. Lux. „Gerade deshalb sind neben medizinischem Fortschritt auch Aufmerksamkeit und Zeichen menschlicher Zuwendung von großer Bedeutung – wie diese Aktion eindrucksvoll zeigt.“

In dem zertifizierten gynäkologischen Krebszentrum der St. Vincenz-Kliniken werden pro Jahr etwa 150 Patientinnen mit einer Neuerkrankung auf höchstem medizinischem Niveau behandelt. Das interdisziplinäre Team um Prof. Dr. Michael Lux setzt dabei auf moderne Therapiekonzepte; rund 30 Prozent der Patientinnen werden zusätzlich im Rahmen klinischer Studien betreut, um Behandlungsmethoden kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Skizze