Intensivmedizin

Die interdisziplinäre Intensivstation unseres Krankenhauses wurde im Jahr 1998 bezogen und umfasst derzeit 16 Betten. Die Klinik für Anästhesiologie obliegt die organisatorische Leitung der Intensivstation, sie betreut zudem alle operativen Intensivpatienten in Zusammenarbeit mit den bettenführenden Abteilungen (Kliniken für Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie, Gynäkologie, Kieferchirurgie und Augenheilkunde). Hierfür sind tagsüber ein bis zwei Assistenzärzte und ein Oberarzt auf der Station anwesend. Weitere Betten werden von den Kliniken für Kardiologie und internistische Intensivmedizin und der Klinik für Neurologie belegt. Unsere Patienten werden in sechs Einzel- und fünf Doppelzimmern betreut. Die Einzelzimmer bieten durch Schleusenräume die Möglichkeit, infektiöse Patienten zu isolieren. Das innerklinische Notfallmedizin besteht in jedem Fall mindestens aus einer Intensiv-Pflegekraft sowie einem Arzt der Klinik für Anästhesiologie. Regelmäßige Reanimationstrainings für Ärzte und Pflegekräfte bilden die Grundlage für eine anhaltend hohe Qualität an akutmedizinischer Versorgung.

Auf unserer Intensivstation werden alle gängigen intensivmedizinischen Techniken durchgeführt. Dies sind im Einzelnen:

  • Intensivmedizinisches Standardmonitoring mit invasiver Druckmessung
  • Erweitertes hämodynamisches Monitoring mittels Pulskonturanalyse (PiCCO)
  • Notfallsonographien wie zum Beispiel nach FAST-/FEEL-Protokoll sowie pulmonale Bildgebung
  • Invasive und nichtinvasive Beatmung
  • Punktionen (z. B. Pleuradrainagen)
  • Diagnostisch-therapeutische Bronchoskopien
  • Dilatationstracheotomien
  • Weitere endoskopische Verfahren (z. B. Gastroskopie) durch die Medizinische Klinik I
  • Extrakorporale Verfahren:
    • Intravasale Kühlung nach Reanimation (Medizinische Klinik II)
    • Intraaortale Gegenpulsation (Medizinische Klinik II)
    • Herz-/Lungenunterstützung per Lifebridge-System (Medizinische Klinik II)
    • Transthorakaler und transvenöser Schrittmacher (Medizinische Klinik II)
    • Nierenersatzverfahren (Hämodialyse, veno-venöse Hämofiltration/CVVH, Citratdialyse, Medizinische Klinik I und Nephrologie)

 

Geräteausstattung

Monitoring:
Siemens SC 7000 und Dräger Infinity Delta mit Zentralüberwachung

Beatmung:
Dräger Evita XL sowie V500
Heinen und Löwenstein BiPAP vision sowie Philips Respironics V60 für nichtinvasive Beatmung (mit Masken oder Helm)
Dräger Oxylog 3000 für innerklinische Transporte

Spritzen-/Infusionspumpen:
Braun Infusomat fm und Infusomat space
Braun Perfusor fm und Perfusor space
PCA-Pumpen (vorwiegend epidural und für periphere Leitungsanästhesien): Braun Infusomat space

Intravasale Kühlung nach Reanimation:
Alsius Coolguard 3000

Intraaortale Gegenpulsation (Medizinische Klinik II):
Datascope CS 100

Externer Schrittmacher (transthorakal und transvenös, Medizinische Klinik II)

Erweitertes hämodynamisches Monitoring:
Pulsion PiCCO 2

Bronchoskope der Fa. Olympus

Mobiles Röntgengerät für bettseitige Röntgenaufnahmen inklusive bettseitiger Betrachtung sowie unmittelbarer Netzwerkeinspeisung (Klinik für Radiologie)

Sonographiegeräte Philips Sparq (Linear-, Sektor- sowie Curved-array Sonde) sowie Toshiba Vivid I (Sektor-Sonde)

Statistische Daten:

Belegungsdaten 2015/2016