Was ist Adipositas?

Adipositas ist der medizinische Ausdruck für krankhaftes Übergewicht. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Adipositas (oder auch die Begriffe „Fettleibigkeit“ oder „Fettsucht) eine chronische Krankheit, verursacht durch eine krankhafte Zunahme von Körperfett. Starkes Übergewicht ist ein weltweit zunehmendes Problem, ist gesundheitsschädigend und zieht Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes nach sich. Das Risiko steigt mit zunehmenden Alter.


In Deutschland sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig. Insgesamt ist jeder vierte Erwachsene in Deutschland adipös.

Die Maßeinheit für die Einschätzung des (Über-)Gewichts ist der Body Mass Index (BMI), der sich folgendermaßen berechnet:
BMI = Körpergewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat (kg/m2).

Bei Erwachsenen gilt: Ab einem Body-Mass-Index von über 25 kg / m² gilt man als übergewichtig, mit einem Wert von über 30 kg / m² als stark übergewichtig (Einstufung durch die Weltgesundheitsorganisation).

Ein Rechenbeispiel:
Körpergröße: 1,60 m groß, Körpergewicht: 70 kg.
1,6 x 1,6 = 2,56
70:2,56 = 27,3

Der BMI beträgt 27,3. Somit fällt diese Person in die Kategorie (leichtes) Übergewicht.
Gemäß der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es drei Schweregrade sowie eine Vorstufe der Adipositas. Diese vier Stufen ergeben sich aus der Berechnung des Body-Mass-Index (BMI). Die Abstufung in die unterschiedlichen Grade erfolgt vor allem zur Abschätzung der tendenziellen Gefahr für mögliche Folgeerkrankungen.

 

BMI Grenzwert

Schweregrad

25,0 bis 29,9

(leichtes) Übergewicht

30,0 bis 34,9

Adipositas Grad I, moderate Adipositas

35,0 bis 39,9

Adipositas Grad II, starke Adipositas

≥ 40,0

Adipositas Grad III, extreme Adipositas