Die Behandlung von Patienten mit akutem Herzinfarkt, aber auch die Durchführung großer risikoreicher Operationen sind ohne Intensivmedizin heute nicht mehr denkbar. „Sieben Ärzte sind am St. Vincenz rund um die Uhr ausschließlich für die Versorgung der 16-Betten-Intensivstation im Einsatz – das ist einzigartig im Kreis Paderborn“, weiß Prof. Dr. Andreas Götte, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 und einer der beiden ärztlichen Leiter der Intensivstation. Die personelle und fachliche Ausstattung der Station erfüllt heute die von den Fachgesellschaften vorgegebenen Standards einer modernen Intensivmedizinischen Komplexbehandlung. Eine Versorgungsform, die mit den Anfängen der Intensivmedizin nicht mehr zu vergleichen ist. Unsere Mitarbeiter drücken es so aus: „Dazwischen liegen mehrere Welten!“

Im Dezember 1973 wurde die erste Intensivstation des Kreises Paderborn im St. Vincenz-Krankenhaus unter der ärztlichen Leitung der Chefärztin der Anästhesie Fr. Dr. Feldmann und der pflegerischen Leitung von Sr. M. Beate Schulte eröffnet. Die Station befand sich von 1973 bis 1998 in den Räumlichkeiten der heutigen Dialyse des St. Vincenz-Krankenhauses. Anfangs gab es dort sechs Betten, später acht und heute 16 interdisziplinäre Betten. Während früher Begriffe wie die „Eiserne Lunge“ und die Poliomyelitis-Beatmung im Mittelpunkt standen, kennzeichnet heute ein Hightech-Equipment mit zahlreichen Monitoren moderne Intensiv-Einheiten.

„Dank kontinuierlicher medizinischer und technischer Weiterentwicklung können wir heute stolz auf das Versorgungsniveau unserer interdisziplinären Intensivstation sein“, erläutert Dr. Martin Baur, Chefarzt der Anästhesiologie und ärztlicher Leiter der Intensivstation. „Die gute Ausbildung aller beteiligten Berufsgruppen und ein hohes persönliches Engagement garantieren unseren Patienten eine Versorgung, die den Vergleich mit universitären Intensivstationen nicht scheuen muss.“ Und er fügt hinzu: „Im Mittelpunkt all unserer Bemühungen stehen trotz Hightech die persönlichen Nöte und Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten.“

Das Team

Auf unserer Intensivstation arbeiten ca. 50 examinierte Pflegefachkräfte in Voll- und Teilzeitbeschäftigung.
22 Pflegefachkräfte haben die 2-jährige Zusatzausbildung zur Fachkrankenschwester oder zum Fachkrankenpfleger für Intensivmedizin und Anästhesie absolviert. Es befinden sich kontinuierlich Mitarbeiter in der Fachweiterbildung.  Es sind in Intervallen 4-5 Krankenpflegeschülerinnen und Schüler sowie PraktikantInnen in der Ausbildung zum Rettungssanitäter bzw. -Assistenten im Einsatz.

Die Intensivstation in der heutigen Form ist seit 1998 in Betrieb. Wir verfügen über 16 Patienten-Betten. Diese sind aufgeteilt in fünf 2-Bettzimmer und sechs Einzelzimmer.

Jeder Behandlungsplatz ist ausgestattet mit modernstem Monitoring und mit der Zentraleinheit verbunden. Für jeden Patienten sind Sauerstoffgerät, Absauggerät und ein Dialyseanschluss vorhanden. Weiterhin verfügen wir über 10 Beatmungsgeräte, 3 nicht-invasive Beatmungsgeräte, 2 transportable Beatmungsgeräte, 2 Defibrillatoren, 1 EKG-Gerät und 1 mobiles Röntgengerät.

In unserer stationseigenen Laboreinheit können mit einem modernen Blutgasanalysegerät zusätzlich der Hämoglobingehalt, Glucose, Lactat und Elektrolyte im Blut bestimmt werden.

Unsere interdisziplinäre Intensivstation betreut Patienten folgender Fachbereiche unseres Hauses:
• Allgemein- und Viszeralchirurgie
• Gefäßchirurgie
• Gynäkologie
• Innere Medizin
• Kardiologie
• Nephrologie
• Neurologie
• Unfallchirurgie und Orthopädie

Die Fachweiterbildung zur Fachschwester oder Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin umfasst:

• 2 Jahre Theorie und Praxis
• Theoretische Ausbildung in einer anerkannten Weiterbildungsstätte
• Praktische Ausbildung vor Ort im Krankenhaus