Klinik für Geriatrie im St. Josefs-Krankenhaus wieder geöffnet

Nach hygienischer Grundreinigung zurück zum „Normalbetrieb“

Die Abteilung für Akutgeriatrie und Frührehabilitation des St. Josefs-Krankenhauses Salzkotten ist nach vierwöchiger Isolation wieder geöffnet. Anfang April hatte es auf der geriatrischen Station einen Corona-Ausbruch gegeben. Wie das Virus seinen Weg dorthin gefunden hatte, lässt sich nicht zurückverfolgen. „Am 28. April verließ der letzte Patient die Station, sodass wir mehrere Tage Zeit für eine umfassende Grundreinigung inklusive einer sorgfältigen Oberflächendesinfektion in den betroffenen Bereichen hatten. Wir sind froh, in einer sicheren Umgebung nun wieder neue Patienten aufnehmen zu können“, so Dr. Magdalene Aniol, Chefärztin der Abteilung für Akutgeriatrie und Frührehabilitation.

vorne: Dr. Magdalene Aniol, Chefärztin der Abteilung für Akutgeriatrie und Frührehabilitation sowie von links: Dr. Sabine Folz, Oberärztin, Sandra Debruyne, komm. Teamleitung, und Sandra Mendelin, Stationsassistentin. Foto St. Vincenz-Krankenhaus/Hoppe

Die letzten Wochen seien für die Patienten, deren Angehörige und die Mitarbeiter der Klinik sehr belastend gewesen und habe das Team auch personell an Grenzen gebracht, berichtet Dr. Aniol weiter. Sie sei sehr dankbar für die gute und enge Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik: „Prof. Greeve und das Team der Ärzte und Pflegenden aus dem internistischen Bereich haben uns nach dem Personalausfall in der Geriatrie sofort unterstützt und die Versorgung unserer Patienten sichergestellt. Wir haben eindeutig zu spüren bekommen, was Corona bedeuten kann: Schwierige Krankheitsverläufe, der Ausfall nahezu eines gesamten Stationsteams mit entsprechenden personellen Engpässen und Schicksalsschläge in den Familien der Patienten, die mit dem Virus verstorben sind. Wir appellieren an alle, die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen unbedingt einzuhalten. Denn man muss sich immer im Klaren sein: Man kann bereits ansteckend sein, bevor Symptome auftreten und man dabei selbst nicht von einer Infektion weiß – das macht das Virus so tückisch!“ Insofern sei es unbedingt erforderlich auch bei gelockerten Schutzmaßnahmen weiterhin vorsichtig zu bleiben, mahnt Aniol.

Das Krankenhaus-Team hat die vergangenen Tage zudem intensiv genutzt, um in allen Bereichen – so auch in der Geriatrie – neue Strukturen und Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Virus zu schaffen. So finden sich an den Haupteingängen aller Betriebsstätten der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH sogenannte Sichtungsstellen, an denen Pflegefachkräfte Einweg-Masken verteilen und die Körpertemperatur der Patienten messen. „Wir haben unsere Abläufe so verändert, dass eine langfristige Versorgung infizierter und nicht-infizierter Patienten in getrennten Bereichen möglich ist. Hierfür müssen wir sicher wissen, ob ein Patient corona-positiv oder negativ ist. Maßnahmen, um dies zu überprüfen sind unter anderem, dass alle geplant einbestellten Patienten vor der Aufnahme in das Krankenhaus ein negatives Testergebnis vorlegen müssen. Während des gesamten Klinik-Aufenthaltes führen wir regelmäßige Screenings durch, um eine Verbreitung des Virus durch unerkannte Infizierte zu verhindern. Durch die umfangreichen und aufwändigen Untersuchungen und die umgesetzten Hygienemaßnahmen sollten wir in allen Fachabteilungen sicher aufgestellt sein“, betont Dr. Martin Baur, Ärztlicher Direktor und Leiter der Hygienekommission der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH.