Faszinierende Möglichkeiten in der Ultraschall-Diagnostik

Vier Fragen an Kirsten Westerhoff-Klöter, Fachärztin für Chirurgie in der Abteilung für Gefäßchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Phlebologin.


Warum arbeiten Sie gerne als Fachärztin für Phlebologie?

Nach bzw. während meiner Facharztbildung zur Chirurgin fand ich die Gefäßchirurgie als Fach schon interessant. Im weiteren Verlauf meiner Weiterbildung habe ich in einer Praxis für Gefäßmedizin gearbeitet, in der etwa 50 % der Patienten Erkrankungen aus dem Gebiet der Phlebologie aufwiesen. In der Praxis konnte ich meine Weiterbildung zur Phlebologie abschließen. Zur Weiterbildung gehört auch das Erwerben der Kenntnisse in Ultraschalldiagnostik. Die Möglichkeiten, die der Ultraschall in der Diagnostik bietet, finde ich faszinierend. Durch diese einfache, schmerzlose Untersuchung lässt sich gerade im phlebologischen Fachgebiet nahezu jede Erkrankung mit ihren Differentialdiagnosen erkennen.

Wie schaffen Sie es in der kurzen Untersuchungszeit ein Vertrauensverhältnis zu der Patientin/dem Patienten aufzubauen?

In jedem medizinischen Fachgebiet ist es wichtig, ein Vertrauensverhältnis zum Patienten aufzubauen.  Aus meiner Erfahrung ist es wichtig, eine gute Anamnese zu machen, um die Patienten, ihre Erkrankungen und ihr Umfeld kennenzulernen. Ich versuche mit den Patienten zu kommunizieren, sie aussprechen zu lassen und zuzuhören. Wichtig ist, die Erkrankung zu erklären, da die Patienten selbst auch viel tun können, um die Therapie zu unterstützen.

Was ist aus Ihrer Sicht die Basis des Erfolgs eines guten Venen-Zentrums?                 

Ein Venenzentrum ist eine Fachabteilung, die umfassend alle Erkrankungen dieses Fachgebiets abdecken sollte. Es sollten alle aktuellen Behandlungsmethoden angeboten werden. Eine standardisierte Diagnostik, Therapie und Beratung durch spezialisierte Fachärzte muss angeboten werden. Durch diese Qualifikation erhält man das Zertifikat der deutschen Gesellschaft für Phlebologie.

Was ist für Sie das Besondere an der Arbeit in einem Krankenhaus in katholischer Trägerschaft?

Sicher muss auch in einem katholisch geführten Krankenhaus die Arbeit den betriebswirtschaflichen Bedingungen angepasst werden. Dennoch ist nicht nur im Leitbild festgehalten, dass die Arbeit unter Berücksichtigung und Respektierung christlich ethischer Grundwerte durchgeführt wird. 

Ich versuche in meinem Umgang mit Menschen danach zu leben, privat wie auch beruflich.