Menschen in schwierigen Lebenssituationen fachkompetent und menschlich helfen

Drei Fragen an Christina Gehrendorf, Leiterin Sozialdienst der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH.

Warum arbeiten Sie gerne im St. Vincenz-Krankenhaus?

Bis 2011 habe ich als Gesundheits- und Krankenpflegerin gearbeitet, zuletzt auf der operativen Gynäkologie in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise. Aus privaten Gründen habe ich mich Anfang 2011 dazu entschlossen, Soziale Arbeit zu studieren und als Sozialarbeiterin im Krankenhaus tätig zu sein. Sowohl die Pflegedirektion wie auch die Teamleitung und die Mitarbeiterinnen der Pflege standen von Anfang an hinter mir und meiner Entscheidung, haben mich auf diesem Weg unterstützt und mir letztendlich ermöglicht, dass ich als Sozialarbeiterin im St. Vincenz-Krankenhaus tätig werden konnte.
Die Vielseitigkeit dieses Krankenhauses mit seinen drei Betriebsstätten und den unterschiedlichen Fachabteilungen, erlaubt mir eine individuelle und abwechslungsreiche Gestaltung meines Arbeitsalltages. Kein Tag ist wie der andere.
Zudem nehme ich wahr, dass die Mitarbeiter des Krankenhauses nicht nur freudige Momente miteinander teilen, sondern auch bei schweren, traurigen Ereignissen zusammenstehen und für einander da sind.

Was kann und sollte der Sozialdienst eines Krankenhauses Ihrer persönlichen Philosophie nach leisten/bewirken?

Diese Frage lässt sich nicht mit ein paar Sätzen beantworten, denn der Sozialdienst leistet eine Menge. Er ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Krankenhausprozesses. Die Mitarbeiterinnen kümmern sich rund um das Thema Entlassung – Organisation einer AHB, eines Pflegeplatzes, Beantragung eines Pflegegrades und Hilfsmittel, Einschalten von Pflegediensten und anderen Dienstleistern. Sie sind aber auch Ansprechpartnerinnen in Sachen Betreuung, Suchtproblematiken, Wohnungsangelegenheiten, Sozialleistungen etc..
Sie treten mit Kostenträgern, anderen Einrichtungen und Institutionen in Kontakt. Der Sozialdienst hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Patienten und Angehörigen.
Bei all seinen Tätigkeiten hat der Sozialdienst immer die Patientensicherheit im Blick und versucht die weitere Versorgung nach den Wünschen des Patienten und den Anforderungen des Krankenhauses (DRG, Verweildauern) zu organisieren.

Warum passt die Aufgabe als Mitarbeiterin des Sozialdienstes gut zu Ihnen persönlich?

In erster Linie lässt sich der Beruf der Sozialarbeiterin mit meinen sozialen Einstellungen verbinden. Für mich stand irgendwann fest, dass ich einen sozialen Beruf erlernen möchte, weshalb ich mich für die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin entschieden habe. Ich möchte Menschen in schwierigen Lebenssituation helfen bzw. unterstützen können. Und dies kann ich gerade in der Arbeit als klinische Sozialarbeiterin. Außerdem bringt der Beruf eine gute Mischung aus administrativen Tätigkeiten und persönlichen Kontakten/Gesprächen mit Mitarbeitern, Patienten, Angehörigen und anderen Personen mit sich.