Home
vincenz.de > Med. Fachabteilungen > Hauptabteilung > Gynäkologie

HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
JA oder NEIN

06.08.07

Seit Anfang 2007 gibt es in Deutschland 2 Impfstoffe gegen Viren, die für etwa 70 % der Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind (HP-Virus 16 und HP-Virus 18). Beide Impfstoffe zeigten in den Teststudien einen nahezu 100%igen Schutz gegen die o.g. virusbedingte Erkrankung 
Wichtig ist es, dass zum Zeitpunkt der Impfung keine sogen. HPV-Infektion besteht, was vorab durch entsprechende Untersuchungen beim Frauenarzt/ärztin  besonders bei älteren Frauen abgeklärt werden soll. Nach den ersten Erfahrungen beträgt der Impfschutz mindestens 5 Jahre.
Erste Untersuchungen deuten jedoch auf einen wesentlich längeren, signifikanten Antikörperschutz hin.
Empfohlen wird die Impfung derzeit für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Zugelassen ist der Impfschutz jedoch ab dem Alter von 9 Jahren. Wahrscheinlich ist der  beste Schutz durch Impfung vor  Beginn der sexuellen Aktivitäten zu erreichen.

Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei einer persistierenden  (dauerhaften) Infektion mit HVP 16 und 18 durch die Impfung ebenfalls eine annähernd 100%ige  Heilung möglich ist. Lediglich bei akuten Infektionen scheint die Impfung  die Abheilung nicht positiv zu beeinflussen.

Zusammenfassend besteht mit den neuen Impfstoffen eine wirksame Möglichkeit zur sogen. primären   Prävention von Gebärmutterhalskrebs. Daher sollte allen jungen Mädchen im entsprechenden Alter vor  Beginn der  sexuellen Aktivität diese Impfung angeboten werden. Wichtig ist noch zu wissen, dass durch die Impfung die Krebsvorsorge nicht ersetzt werden kann, da – wie oben erwähnt – nicht alle zum Gebärmutterhalskrebs führenden Vieren durch die Impfung erfasst werden. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Impfung.

Die Krebserkrankung des Afters, sehr selten, aber bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern, ist ganz oft verbunden mit HPV 16 Viren. Es könnte spekuliert werden, dass die Impfung unter Umständen auch einen reduzierenden Effekt auf diese Krebserkrankung herbeiführt.
Da diese Krebserkrankung ihren Häufigkeitsgipfel erst um die 60 Jahre hat, muss der Effekt der Impfung noch einige Zeit abgewartet werden.

Dr. med. Wolfgang Meinerz, Chefarzt
 

 TOP
 
Copyright 2010 swoppen.com CMS Impressum
 

 

Stellenangebote
Magazin / Leitbild
Patientenbroschüre
Träger
St. Josefs-Krankenhaus
Links
Aktuelles
Babygalerie
Impressum
 

 

Qualitätssicherung
Neonatologie