Paderborn, 30. März 2011

Nationaler Krebsplan zur Verbesserung der Krebsbehandlung

Zertifizierte Darmkrebszentren garantieren höchstes Versorgungsniveau

Im Aktionsmonat März hat das St. Vincenz-Krankenhaus intensiv über das Thema Darmkrebsvorsorge aufgeklärt. Zum Abschluss des Darmkrebsmonats möchte das Haus auf einen weiteren wichtigen Aspekt aufmerksam machen: Die Verbesserung der Versorgung von Darmkrebserkrankten in Anlehnung an den Nationalen Krebsplan. Denn wird im Zuge der Vorsorgeuntersuchung bei einem Patienten Darmkrebs festgestellt, ist die bestmögliche Behandlung entscheidend. Bestmöglich bedeutet interdisziplinär durch die Zusammenarbeit von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine solche Versorgung erhalten Patienten in den von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Darmkrebszentren, so eine gemeinsame Stellungnahme von DKG und Arbeitsgemeinschaft Deutscher Darmkrebszentren (addz). Kernbotschaft der Akteure: Darmkrebszentrum ist nicht gleich Darmkrebszentrum. Denn da der Zentrumsbegriff rechtlich nicht geschützt ist, ist nicht jedes Zentrum, was sich als solches bezeichnet, tatsächlich auch zertifiziert.

Im Jahr 2008 hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft einen Nationalen Krebsplan aufgestellt, um die Vorsorge, Früherkennung und Behandlung von Patienten mit Tumorerkrankungen nachhaltig zu verbessern. „Wichtigster Baustein des Nationalen Krebsplans sind die zertifizierten Krebszentren. Diese müssen sich in einem aufwändigen Zertifizierungsvorgang mit hohen Anforderungen qualifizieren, um eine wirkliche Spezialisierung zu gewährleisten“, erklärt Professor Jobst Greeve vom Vincenz-Darmzentrum, dem einzigen im Kreis Paderborn zertifizierten Darmkrebszentrum.

In den zertifizierten Einrichtungen erhalten Patienten die höchstmögliche Versorgungsqualität. Denn sie stehen für Transparenz und Sicherheit, sind immer interdisziplinär organisiert und gewährleisten, dass definierte Qualitätsstandards eingehalten werden. Darüber hinaus verpflichten sich alle zum zertifizierten Darmkrebszentrum gehörende Partner, ausschließlich nach den aktuellen internationalen wissenschaftlichen Standards zu behandeln. Die erforderlichen Therapien werden für jeden Patienten individuell in einer Tumorkonferenz zwischen Chirurg, Onkologen, Strahlentherapeut, Radiologen und Pathologen abgesprochen. So wird sichergestellt, dass alle Aspekte der Erkrankung in der Therapie berücksichtigt werden.

Trotz der Empfehlung von DKG und addz wird nur ein Viertel der betroffenen Patienten in den zertifizierten Darmzentren behandelt. Dabei sei unstrittig, dass Patienten mit einer Darmkrebserkrankung hier eine sehr viel höhere Aufmerksamkeit zuteil würde, als in nicht zertifizierten Zentren, so die Stellungnahme. In einem zertifizierten Zentrum komme die derzeit optimale Behandlung bei Darmkrebs tatsächlich häufiger zur Anwendung.

Welche Darmkrebszentren zertifiziert sind, können Interessierte auf der Homepage der DKG (www.krebsgesellschaft.de) nachschlagen.

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