Paderborn, 27. Juli 2012
Keine Neuinfektionen, alle Umgebungsproben unauffällig
Betroffene Patienten werden noch mehrere Wochen auf der Intensivstation versorgt werden müssen
Auf der Intensivstation des St. Vincenz-Krankenhauses hat es in der vergangenen Woche keine weitere Übertragung des multiresistenten Acinetobacter baumannii-Keims gegeben. Auch in den nach wie vor regelmäßig durchgeführten Umgebungsproben war dieser Keim nicht zu finden. Trotzdem werden die für diese Ausnahmesituation ergriffenen Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen auf der Intensivstation auch weiterhin auf hohem Niveau aufrecht erhalten. „Alle erforderlichen Hygienemaßnahmen sind ergriffen“, bilanzierte Dr. med. Inka Daniels-Haardt, Fachbereichsleiterin für Gesundheitsschutz und Krankenhaushygiene am Landeszentrum für Gesundheit NRW, nach ihrer Begehung der St. Vincenz-Intensivstation am Dienstag.
Dennoch gibt es auch traurige Nachrichten aus dem Vincenz: Zwei der Patienten sind in der vergangenen Woche aufgrund ihrer schweren intensivpflichtigen Grunderkrankung verstorben. „Beide Patienten waren schwerstkrank und lagen aus diesem Grund ja auch auf unserer Intensivstation“, informiert PD Dr. Wolfgang Krings, Ärztlicher Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses. „Der Keim war jedoch nicht ursächlich für den Krankheitsverlauf.“
Derzeit sind drei Patienten im St. Vincenz-Krankenhaus von dem Keim betroffen. „Zwei der Patienten werden sicherlich noch mehrere Wochen auf unserer Intensivstation versorgt werden müssen“, so Krings weiter. „Solange können wir noch keine Entwarnung geben.“
