Paderborn, 16. Februar 2012

Sodbrennen – Unterschätzte Volkskrankheit?

Nächster „Fragen Sie Vincenz“-Vortrag am 23. Februar 2012

Klaus-Christian DiederichAm Donnerstag, 23. Februar 2012, findet um 18 Uhr der nächste Vortrag in der Veranstaltungsreihe „Fragen Sie Vincenz“ statt. Klaus-Christian Diederich, leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, informiert an diesem Abend rund um das Thema „Sodbrennen – Unterschätzte Volkskrankheit?“. Veranstaltungsort ist die Cafeteria im St. Vincenz-Krankenhaus (Am Busdorf 2).

Bis zu 40 Prozent der Erwachsenen leiden mehr oder weniger häufig unter dem klassischen Sodbrennen und so genannten refluxassoziierten Beschwerden. Das Wort „reflux“ stammt vom Lateinischen „refluxus“ und bedeutet Rückfluss. Bemerkbar machen sich die Beschwerden z.B. durch saures Aufstoßen, Brennen und Schmerzen in der Speiseröhre sowie den Rückfluss von Nahrungsinhalt aus dem Magen – vor allem bei flachem Liegen, Bücken und unter Belastung. Die häufigste Ursache für Sodbrennen ist eine Undichtigkeit des unteren Speiseröhrenschließmuskels, der einen Rückfluss magensäurehaltiger Nahrungsbestandteile vom Magen in die Speiseröhre bei gesunden Menschen verhindert. Unbehandelt kann aus der regelmäßigen Schädigung durch die säurehaltigen Flüssigkeiten eine Vielzahl weiterer Erkrankungen resultieren. Dazu zählen beispielsweise Stimmbandschädigungen, asthmatische Erkrankungen, herzinfarktähnliche Beschwerdebilder sowie heftige akute Schmerzen, wenn sich komplette Magenanteile in den Brustkorb verlagern und dort eingeklemmt werden. Langjährige Schädigungen können zu Wachstumsveränderungen der Speiseröhrenschleimhaut und in besonderen Fällen zur Entstehung eines bösartigen Speiseröhrentumors führen.

In seinem Vortrag gibt Diederich, der sich durch seine Tätigkeit in verschiedenen visceralchirurgischen Schwerpunktabteilungen intensiv mit dem Erkrankungsbild beschäftigt hat, einen Überblick über Grundlagen der Erkrankung, moderne Diagnostikmethoden sowie Therapieverfahren vom althergebrachten Hausmittel bis zu modernen Medikamenten. Darüber hinaus informiert er über operative Versorgungsmöglichkeiten, die in der Regel per „Schlüssellochtechnik“ (minimal-invasiv) durchgeführt werden können, und zeigt Alternativen zu einer Operation auf. Im Anschluss an den Vortrag steht er für die Fragen der Besucher zur Verfügung.

Interessierte werden gebeten, sich für den kostenlosen Vortrag telefonisch (05251/86-1451) oder per E-Mail (fragen-sie-vincenz@vincenz.de) anzumelden. Weitere Infos zur Reihe sind finden Sie auf unserer Homepage unter www.fragen-sie-vincenz.de.

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