Gelungener MS-Tag

Initiatoren und Verantwortliche ziehen Bilanz

Fragt man Initiatoren, Verantwortliche und Besucher des diesjährigen MS-Tages wie es war, bekommt man als Antwort ein übereinstimmendes „Großartig!“. Etwa 500 Besucher, darunter 100 Ärzte,  waren am 1. April zum „7. Paderborner Tag der Multiplen Sklerose“ gekommen, eine inzwischen überregional etablierte Veranstaltung. Teilweise kamen die Besucher aus den Nachbarkreisen mit Bussen angereist.

„Die Resonanz war hervorragend“, freut sich Chefarzt Prof. Dr. Thomas Postert. „Die Besucher waren sowohl von mit Inhalt und Art der Vorträge sehr zufrieden, als auch mit dem Angebot an den Informationsständen.“ Sowohl Ärzte als auch Patienten fühlten sich über die neuesten Entwicklungen in Diagnostik und Therapie der MS gut informiert. „Für die Patienten ist die Veranstaltung deshalb so wichtig, weil sie hier neuen Mut schöpfen können“, ist Postert überzeugt. Man erhält viele Informationen zu neuen Studien, konkrete Behandlungsbeispiele und sogar einen Ausblick darüber, was in den nächsten ein bis zwei Jahren an Fortschritt im Bereich der Erkrankung zu erwarten ist. Die Botschaft sei ganz klar: „Es geht weiter, es gibt immer neue Fortschritte.“ Der Austausch der unterschiedlichen Akteure sei ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Sowohl Patienten untereinander, als auch Patienten und Angehörige mit den Referenten kamen während der Veranstaltung miteinander ins Gespräch. Ein wichtiger Austausch.
 „Mir persönlich ist die Veranstaltung deshalb so wichtig, weil wir es bei den MS-Patienten meist mit jungen Menschen zu tun. Sie sind sehr wissbegierig, differenziert informiert und wollen sehr gut aufgeklärt werden. Es ist mir sehr wichtig, dass wir diesem Bedürfnis nachkommen“, betont Postert. Ein zweiter Punkt beträfe den Ärztlichen Fortbildungsteil der Veranstaltung: Von 100 Medizinern waren 10-20 Neurologen. Doch gerade auch die Nicht-Neurologen, meist Hausärzte, betreuen die MS-Patienten. „Es ist mir sehr wichtig, dass auch die Allgemeinmediziner die neuesten Innovationen und Erkenntnisse mitnehmen und ihren MS-Patienten weitergeben können. Den hohen Anteil an Nicht-Neurologen finde ich deshalb so gut, um diese Kooperationsstruktur weiter aufzubauen und zu pflegen. Es geht um den Austausch der Experten untereinander, der Hausärzte mit den Neurologen, zum Wohle ihrer Patienten.“